Am Dienstag, den 28.09.2010 lädt die Selbsthilfegruppe für Mobbing-Betroffene um 19 Uhr zu einer Infoveranstaltung zum Thema „Mobbing – Psychoterror am Arbeitsplatz“ in Stroetmanns Fabrik, Friedrichstr. 1 – 2, 48282 Emsdetten ein. Der Abend wird moderiert von Julia Gakstatter, Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt, Emsdetten. Als Referenten sind Bernd Müller, Mediator, Institut kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt, und Rolf Laumann, Fachanwalt für Arbeitsrecht, eingeladen. Beide Referenten werden aus ihrer jeweiligen Perspektive über das brisante und immer noch stark tabuisierte Thema berichten. Mobbing ist eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen, bei der die angegriffene Person unterlegen ist und von einer oder mehreren anderen Personen systematisch und während längerer Zeit direkt oder indirekt angegriffen wird mit dem Ziel und/oder dem Effekt, sie auszustoßen. Die angegriffene Person erlebt dies als Diskriminierung. Die Folgen sind für die Betroffenen schwerwiegend: Ihre psychische Befindlichkeit und ihre Gesundheit werden zunehmend beeinträchtigt, die Isolation am Arbeitsplatz nimmt zu, die Chance auf eine zufriedenstellende Lösung schwindet. Manchmal folgen Versetzungen oder sogar Kündigungen. Aber auch die Folgen für die Unternehmen liegen auf der Hand: Qualitätseinbußen, Kosten für Krankheitsausfälle und Vertretungskräfte wirken sich kostenmäßig nachteilig aus.
Die Selbsthilfegruppe Mobbing am Arbeitsplatz in Emsdetten ist vor 5 Jahren entstanden. Die Mitglieder (z. Zt. etwa 12 Betroffene) unterstützen, bestärken und fangen Mobbingbetroffene in schwierigen Situationen auf. Die Gruppentreffen finden 14-tägig donnerstags um 19.15 Uhr in einem geschützten Raum in Emsdetten statt; Anonymität ist gewährleistet. Im Rahmen der Gruppentreffen geht es um einen Erfahrungsaustausch zum Thema Mobbing und vorhandene Unterstützungsangebote in der näheren Umgebung durch Therapeuten, Anwälte, Beratungsstellen und Reha-Kliniken.
Mehrere Mitglieder der Selbsthilfegruppe sind am Abend der Veranstaltung vor Ort, so dass ein persönlicher Austausch möglich ist. Alle Interessierten, Betroffenen und Angehörigen sind recht herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Rückfragen bitte an Netzwerk Selbsthilfe und Ehrenamt, Tel 02572 9601684