Anlässlich der heute durch das Statistische Bundesamt vorgestellten Modellrechnung zum Fachkräftemangel in der Pflege fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband umgehende Maßnahmen zur Verbesserung der Pflegesituation. In einem Zehn-Punkte-Plan fordert der Verband unter anderem bessere Personalschlüssel und eine ausreichende Refinanzierung der Pflegeentgelte durch die öffentlichen Kassen. „Die Fachkräftelücke klafft jetzt bereits auf. Wir brauchen attraktivere Arbeitsbedingungen. Das heißt vor allem mehr Zeit für den Pflegebedürftigen. Und das heißt, wir brauchen mehr Geld“, fordert Verbandsvorsitzender Dr. Eberhard Jüttner.
Kreuzschmerzen verursachen in Deutschland direkte Kosten in Hoehe von 8,4 Milliarden Euro pro Jahr. Hinzu kommen die indirekten Kosten durch Arbeitsunfaehigkeit und Fruehberentung – Kreuzschmerz fuehrt seit Jahren die Statistiken der Anlaesse für medizinische Rehabilitation und Arbeitsunfaehigkeit an. Zwar existieren zahlreiche Therapieangebote, und einige der Behandlungsmoeglichkeiten wurden in den letzten Jahren gut untersucht. Dennoch laesst sich die Versorgung der Patientinnen und Patienten in allen Bereichen noch deutlich verbessern.
Unter Stalking wird das wiederholte und beharrliche Verfolgen oder Belästigen einer Person verstanden, deren physische und/oder psychische Unversehrtheit dadurch bedroht und geschädigt werden. Stalking bedeutet so viel wie „nachstellen, jagen, hetzen“. Wenn es sich beim Täter um einen Ex-Partner handelt, geht es ihm zumeist um Kontrolle oder Macht über sein Opfer, indem er es zum Beispiel vor Freunden oder bei der Arbeit verleumdet, immer wieder anruft und Druck ausübt oder sogar offen droht: „Wenn Du das tust, dann…“. Er versteht es dabei zumeist gut, sich nicht strafbar zu machen – sein Verhalten fällt oft in eine Art Grauzone und das macht es den Betroffenen schwer, sich zur Wehr zu setzen. In der Folge kommt es bei den Betroffenen zu einem Verlust von (Selbst-) Vertrauen oder auch zu Angstzuständen, Kopfschmerzen oder depressiven Verstimmungen.
Eine Sepsis (umgangssprachlich auch Blutvergiftung) ist eine komplexe Entzündungsreaktion des Organismus auf eine Infektion. Im Verlauf der Sepsis kommt es häufig zu einer lebensbedrohlichen Störung der Vitalfunktionen und zum Versagen eines oder mehrerer Organe. Die Sepsis ist eine schwere Erkrankung und die Prognose äußerst ernst: 30–50 % der Erkrankten sterben trotz maximaler Therapie. Der frühestmögliche Therapiebeginn ist entscheidend für ein Überleben. Die Mehrzahl der Überlebenden leiden an Folgeerscheinungen wie Schlaganfällen, posttraumatische Belastungsstörungen oder Muskelschwund.xt
Untersuchungen zeigen, dass inzwischen Millionen von Bundesbürgern depressive Phasen gehabt haben beziehungsweise in regelmäßigen Abständen davon betroffen sind. Alter und soziale Stellung sind dabei nicht ausschlaggebend. Betroffen sind sowohl Frauen als auch Männer, Berufstätige, Schüler, Studenten, Arbeitslose usw. Die Depression ist eine ernstzunehmende Erkrankung und muss durch Ärzte bzw. Therapeuten behandelt werden. Ein Burnout-Syndrom („Ausgebrannt sein“) ist ein Zustand absoluter emotionaler und körperlicher Erschöpfung, der oft von einer Depression begleitet und durch starke berufliche Belastung und Stress ausgelöst werden kann.
Harninkontinenz (auch Drang- oder Stressinkontnenz) ist ein sensibles Thema. Der (berufliche) Alltag ist oft mühsam, die Nachtruhe gestört und die Probleme, die auftauchen heikel und werden oft als peinlich empfunden. Auch die Unsichtbarkeit der Beschwerden ist belastend, weil man sich oft erklären muss, das aber auch gegenüber Familie oder Freunden gar nicht immer möchte.
Greven. Menschen, die in einem Körper zur Welt kommen, mit dessen Geschlecht sie sich nicht identifizieren können, erfahren im Laufe ihres Lebens viel Verunsicherung und Verwirrung. Wenn sie sich nach einem längeren Prozess dazu entschließen, sich einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen, bringt das auf der einen Seite Klarheit, da sie sich in ihrem neuen Körper vielleicht zum ersten Mal zuhause fühlen.
„Ab in die Reha“ – so einfach geht es nicht, wenn Patienten eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme benötigen. Gemeinsam mit ihrem Arzt müssen sie Regeln beachten, damit ihre Gesetzliche Krankenkasse den Aufenthalt auch finanziert. Dabei tun sich immer wieder Fragen auf – Hilfe leistet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD). Hier ein Fall aus Bielefeld.
"Wer kümmert sich um meine Angelegenheiten, wenn ich dies aufgrund eines Unfalls nicht mehr alleine kann?“ – „Sollte ich eine Vollmacht zur Vorsorge erteilen und wenn ja, wem?“ – „Was ist der Unterscheid zwischen einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht?“ – „Brauche ich unbedingt eine Patientenverfügung, was sollte ich bedenken?“
Wissen Sie, was MRSA ist? Möchten Sie gerne wissen, was es ist oder wissen Sie das bereits? Vielleicht aber wollen Sie auch mehr darüber erfahren. Wissen Sie beispielsweise, welche Auswirkungen MRSA auf die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung hat? Sollten Sie sich von diesem Thema angesprochen fühlen und an einem Meinungsaustausch mit uns interessiert sein, möchten wir Sie herzlich zu unserem Runden Tisch einladen.
Steinfurt/Hamm. "Der Morbus Parkinson ist nicht heilbar, aber wer die Möglichkeiten der modernen Medizin richtig nutzt hat eine gute Chance seinen Alltag zu erleichtern", erklärt Reiner Krauße, Leiter der DPV Regionalgruppe Kreis Steinfurt. Aus diesem Grund bietet seine Selbsthilfegruppe regelmäßig ihren Mitgliedern medizinische Informationen durch anerkannte Spezialisten aus der Region. Um Fachleute für die eigene Krankheit zu werden macht sich die DPV Regionalgruppe auch schon mal auf den Weg.
Jens Spahn (MdB) hat den Beauftragten der Bundesregierung für Patientenrechte Wolfgang Zöller (MdB) in seinen Wahlkreis eingeladen. Er würde sich freuen, wenn AnsprechpartnerInnen der Selbsthilfegruppen im Kreis Steinfurt an einer Gesprächsrunde am 14.10.2010 über die gesundheitspolitischen Vorhaben der Bundesregierung und die gesundheitsbezogene Selbsthilfe teilnehmen. Weitere Informationen und das Einladungsschreiben sowie ein Anmeldeformular finden Sie hier als Download.
Auf der Suche nach anderen Familien, die Erfahrung mit dem Thema "Anti-Kell-Antikörper" haben, hat sich eine Frau aus Mettingen an uns gewendet. Kell ist eine Blutgruppenunverträglichkeit, die in Deutschland eher selten vorkommt und in der Schwangerschaft zu Schwierigkeiten führen kann - das ungeborene Kind kann im Mutterleib eine Transfusion benötigen, um die Schwangerschaft gesund zu überstehen. Hinzu kommt, dass Kell bei den niedergelassenen Gynäkologen eher wenig bekannt ist, so dass es für Betroffene schwierig ist, sich zu orientieren und die richtige Behandlung zu finden.
Wenn man selbst keinen Partner/Partnerin hat, fällt das unter der Woche tagsüber im Berufs- und Alltagstrubel wenig ins Gewicht, Abende und Wochenenden können dann aber lang und einsam sein. Freunde und Bekannte nutzen die Wochenenden als wertvolle Familienzeit, so dass man schnell das Gefühl bekommt, nicht so richtig dazu zu passen. Die Kinder sind erwachsen und gehen ihre eigenen Wege.
Am Dienstag Abend folgten etwa 60 Interessierte der Einladung der Selbsthilfegruppe für Mobbing Betroffene und des Netzwerks Selbsthilfe und Ehrenamt nach Emsdetten in Stroetmanns Fabrik. Zunächst führte Herr Müller vom Institut für Kirche und Gesellschaft, Abteilung kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt bei der Regionalstelle Münsterland in das komplexe Thema ein. Als Mediator führt er mit Mobbing Betroffenen Erstgespräche und vermittelt ggf. auch zwischen den unterschiedlichen Parteien. Er machte deutlich, dass nicht jeder Konflikt zwischen Kollegen oder zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleich Mobbing ist. Als Mobbing bezeichnet man Schikanen, Ausgrenzungen oder Diskriminierungen, die systematisch wiederholt über einen längeren Zeitraum passieren.